Votivgabe

Votivgabe (Deutsch)

Substantiv, f

Singular

Plural

Nominativ die Votivgabe

die Votivgaben

Genitiv der Votivgabe

der Votivgaben

Dativ der Votivgabe

den Votivgaben

Akkusativ die Votivgabe

die Votivgaben

Worttrennung:

Vo·tiv·ga·be, Plural: Vo·tiv·ga·ben

Aussprache:

IPA: [voˈtiːfˌɡaːbə]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Religion: orientiertes, symbolisches Opfer (Gegenstand) den ein Votant darbringt

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Votiv und Gabe

Synonyme:

[1] Votiv

Oberbegriffe:

[1] Gabe, Opfer

Unterbegriffe:

[1] Bittvotiv, Dankvotiv

Beispiele:

[1] Einige Votigaben werden mit dem schriftlichen Hinweis "ex voto" (lat. ‚wegen eines Gelübdes‘) gekennzeichnet.
[1] „Das verleiht der am Salzburg Museum erhalten gebliebenen Sammlung an Votivgaben - die von den Eingeweide- und Organvotiven aus Holz und Wachs bis zum "Mann im Stock", jener in der Literatur wiederholt zitierten eisernen Votivgabe an den Hl. Leonhard, reicht - einen sehr hohen Stellenwert.“[1]
[1] „Im Zuge dieser aufgeklärten Kirchenreform waren schon Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts zahlreiche Wallfahrtsstätten ihrer Votivtafeln und Votivgaben entledigt worden, und vieles von dem, was die Aufklärung übrigliess, fiel jüngeren Kirchenrestaurierungen zum Opfer - ganz zu schweigen von den häufigen Diebstählen.“[2]
[1] „Handelte es sich bei den Waffen wohl meist um Beutestücke, die nach einer gewonnenen Schlacht den Göttern geopfert wurden, so deuten die anderen Opfergaben mehr auf Bitt- oder Dankgeschenke, ähnlich unseren heutigen Votivgaben an Wallfahrtsorten, hin.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eiserne Votivgabe

Wortbildungen:

[1] Votivgabensammlung

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Votivgabe
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Votivgabe
[*] canoo.net „Votivgabe
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonVotivgabe
[1] wissen.de – Wörterbuch „Votivgabe
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Votivgabe“ auf wissen.de
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Votivgabe
[1] Duden online „Votivgabe
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1876.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 10., aktualisierte Auflage. Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2010, ISBN 978-3-411-04060-5, DNB 1007274220, Seite 1087.

Quellen:

  1. Gott sei Dank! - Votivbilder als Zeichen der Volksfrömmigkeit www.salzburgmuseum.at, abgerufen am 27. Oktober 2014
  2. Votivtafeln aus Bayern und Österreich userpage.fu-berlin.de, abgerufen am 27. Oktober 2014
  3. Peter Kolb: Wer waren die Kelten?. Juniorkatalog. 2. Auflage. Museums-Pädagogisches Zentrum, München 1994, ISBN 3-9298-6200-X, Seite 111.
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