unverblümt

unverblümt (Deutsch)

Adjektiv

Positiv Komparativ Superlativ
unverblümt unverblümter am unverblümtesten
Alle weiteren Formen: Flexion:unverblümt

Worttrennung:

un·ver·blümt, Komparativ: un·ver·blüm·ter, Superlativ: am un·ver·blüm·tes·ten

Aussprache:

IPA: [ʊnfɛɐ̯ˈblyːmt], [ˈʊnfɛɐ̯ˌlyːmt]
Hörbeispiele:  unverblümt (Info),
Reime: -yːmt

Bedeutungen:

[1] nicht beschönigend, sondern offen, ehrlich und direkt

Herkunft:

Im 16. Jahrhundert wurde unverblümt als Antonym von verblümt abgeleitet, was das durch die Blume Gesagte meint.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] direkt, ehrlich, freiheraus, geradeheraus, offen, ungeschminkt, unmissverständlich

Gegenwörter:

[1] verblümt

Beispiele:

[1] „Du bist zu dick“, sagte sie unverblümt.
[1] „In seinen 1721 veröffentlichten Lettres persanes prangerte er ganz unverblümt die Hypokrisie christlicher Herrscher an die in ihren eigenen Reichen den Sklaven die Freiheit schenkten, dann aber in den fernen Regionen, die sie eroberten, die Sklaverei wieder einführten.“[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] etwas unverblümt sagen

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „unverblümt
[1] canoo.net „unverblümt
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonunverblümt
[1] The Free Dictionary „unverblümt

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, „Blume“, Seite. 103.
  2. Robert Harms: Das Sklavenschiff. Eine Reise in die Welt des Sklavenhandels. C. Bertelsmann Verlag, ohne Ort 2004, ISBN 3-570-00277-2, Seite 56f., kursiv gedruckt: Lettres persanes.
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