Beichtiger

Beichtiger (Deutsch)

Substantiv, m

Singular

Plural

Nominativ der Beichtiger

die Beichtiger

Genitiv des Beichtigers

der Beichtiger

Dativ dem Beichtiger

den Beichtigern

Akkusativ den Beichtiger

die Beichtiger

Worttrennung:

Beich·ti·ger, Plural: Beich·ti·ger

Aussprache:

IPA: [ˈbaɪ̯çtɪɡɐ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] veraltet: Geistlicher, der jemandem die Beichte abnimmt, dem jemand seine Sünden bekennt

Synonyme:

[1] Beichtvater

Beispiele:

[1] „Würde es ihr gelingen, dem Priester verständlich zu machen, daß er die Kranke nicht quälen dürfe […]. Wenn er nun Fragen stellte, indiskrete Fragen, wie es die Beichtiger für ihr gutes Recht hielten?“[1]
[1] „Gern hätte ich gesehen, daß der Kaplan (mit dem ich in der Zeit meiner ersten Krankheit so zufrieden gewesen war) uns zum Beichtiger gegeben worden wäre, und daß er uns von Zeit zu Zeit besucht hätte, auch ohne daß wir gerade schwer erkrankt waren.“[2]
[1] „Mit nahezu mütterlicher Fürsorglichkeit drängte sie ihn, sich ganz zu offenbaren; sie wurde sein Beichtiger.[3]
[1] „Kein Zweifel, Mary Lou genießt ihre Erniedrigung, sie hat die Kamera zu ihrem Beichtiger gemacht.“[4]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Beichte
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Beichtiger
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Beichtiger
[1] Duden online „Beichtiger

Quellen:

  1. Wilhelm von Polenz: Liebe ist ewig. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
  2. Silvio Pellico: Meine Gefängnisse. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
  3. James Joyce: Ein betrüblicher Fall. In: Dubliner. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-518-38954-6, Seite 111.
  4. Fritz Kempe: Kamera ohne Gnade. In: Zeit Online. Nummer 45, 3. November 1961, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 13. August 2017).
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